Heiz-Energieverbrauch unter der Lupe

Gas-Brennwertheizung bringt Altbau mit auf Neubau-Niveau


„Wie viel Energie verbraucht Dein Haus?“ Diese Frage wird meist mit einem Achselzucken beantwortet. Denn was jeder Autofahrer recht genau einschätzen kann, ist für die meisten Hausbesitzer und Mieter eine große Unbekannte. Klaus Pika, Energieberater der Stadtwerke Osterholz-Scharmbeck, erläutert den entscheidenden Kennwert zum Heizenergieverbrauch und beschreibt, wie man ihn einfach errechnen kann.
„Was beim Auto ein Blick auf den Tacho und die Tankquittung verrät, kann jeder Hauseigentümer oder Mieter aus der Energiekostenabrechnung herauslesen. Er muss hierzu lediglich den in Kilowattstunden angegebenen jährlichen Energie-verbrauch für die Heizung auf die Wohnfläche seines Hauses oder seiner Wohnung beziehen.“ beschreibt Pika. So erhält er den Heizenergieverbrauch in Kilowattstunden pro Quadratmeter Wohnfläche und pro Jahr, abgekürzt kWh/m²a.

Ist der errechnete Wert gut oder schlecht? Um dies einschätzen zu können, nennt der „Sparberater“ einige Vergleichswerte. „Der Heizenergieverbrauch eines neu gebauten, freistehenden Einfamilienhauses sollte 100 kWh/m²a nicht überschreiten. Dieses Niveau lässt sich mit einer guten Dämmung, isolierverglasten Fenstern sowie einer energiesparenden Heizungsanlage, zum Beispiel mit Gas-Brennwerttechnik, erreichen.“


Bei Altbauten ist der Heizenergieverbrauch je nach Bauweise, Bauepoche und Sanierungsstand sehr unterschiedlich. Freistehende Einfamilienhäuser älteren Datums können bis zu 300 kWh/m²a und mehr Energie verbrauchen. „Insgesamt gesehen schlummert in fast jedem Gebäude, das in den 80er Jahren oder früher erbaut wurde, ein mehr oder minder großes Energiesparpotenzial.“ ist die Erfahrung von Pika.
Der „Neubau-Wert“ von 100 kWh/m²a kann auch bei der energetischen Sanierung von Altbauten erreicht werden. Dazu müssen die drei Schwachstellen Heizung, Dämmung und Fenster auf ein zeitgemäßes Niveau gebracht werden. Auch hierfür bietet sich eine Gas-Brennwertheizung an. Mit ihr können bei relativ niedrigen Investitionskosten – sofort große Energieeinsparungen erzielt werden.
Zum Thema Heizungsmodernisierung liegen im Kunden-zentrum der Stadtwerke zahlreiche Gratis-Broschüren bereit. Außerdem kann mit dem Energie-Berater auch eine umfas-sende Beratung vor Ort vereinbart werden. Weitere Infos unter 04791 / 809 47.


Die effiziente Energiespar-Maßnahme ist demnach der Austausch des alten Heizgerä-tes gegen ein modernes Erd-gas-Brennwertsystem. Denn damit lässt sich der Jahresenergieverbrauch des Einfamilienhauses um 32 Prozent senken. Mit nur 23 Cent pro eingesparter Kilowattstunde liegen die Kosten vergleichsweise niedrig. Sowohl beim Austausch der Fenster durch Fenster mit Wärmeschutzverglasung als auch bei einer Außenwanddämmung sind die spezifischen Investitionen höher, um Energie einzusparen.


Online-Tipp

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