Stadtwerke empfehlen höhere Abschläge


Kunden heizten im Januar und April rund 23 Prozent mehr


Die erhoffte Entspannung auf den Energiemärkten ist bisher nicht eingetreten. Die Ölpreise sind weiterhin auf einem hohen Niveau. „Trotzdem können wir unsere Erdgas-Preise noch halten.“ erklärt Heiner Grotheer. Das sei erst einmal eine gute Nachricht für die Kunden der Stadtwerke Osterholz-Scharmbeck GmbH, denn der lange und sehr kalte Winter wird sich nach Auskunft des Geschäftsführers sehr stark auf die Endabrechnung zum Jahreswechsel 2007 auswirken.

In den Monaten Januar und April nahmen die Kunden rund 23 Prozent mehr Erdgas als in den Vergleichsmonaten 2005 ab. Im März lag der höhere Verbrauch bei plus 16 Prozent. „Solche extremen Entwicklungen können wir bei der Berechnung der monatlichen Abschläge leider nicht einkalkulieren.“ so Grotheer. Um eine hohe Nachzahlung zum Jahresbeginn 2007 zu vermeiden, empfehlen die Stadtwerke den Kunden, dass sie die monatlichen Abschläge für Erdgas für die Monate August bis Dezember um 25 Prozent erhöhen.

Ein Musterkunde mit einem Jahresverbrauch von 30.000 Kilowattstunden Erdgas sollte bis Jahresende monatlich etwa 30 Euro mehr zahlen. „Das ist zwar erst einmal eine hohe Mehrbelastung im Monat, aber immer noch besser, als eine Nachzahlung im Januar über den Gesamtbetrag von rund 150 Euro.“ so Grotheer. Ob durch die Zusatzzahlungen eine Nachberechnung vermieden werden kann, ist ungewiss. „Das hängt vom individuellen Heizverhalten des Kunden und der Entwicklung in den kommenden Monaten ab. Aber auf jeden Fall entlastet der Kunde durch die Zusatzzahlung seine Kasse zum Jahresanfang.“

Für die Änderungswünsche ist das Stadtwerke-Team montags bis donnerstags von 7 bis 16 Uhr und freitags von 7 bis 12 Uhr telefonisch unter 04791 / 809 90 erreichbar.


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