Stabile Strompreise der drei örtlichen Versorger

Stadt- und Gemeindewerke engagieren sich für erneuerbare Energien

Stabile Strompreise auch für Anfang 2010 versprechen die Gemeindewerke Lilienthal GmbH, die Gemeindewerke Ritterhude GmbH und die Stadtwerke Osterholz-Scharmbeck GmbH. Die drei Energieversorger werden 2010 fusionieren und gehen schon jetzt im Interesse der Kunden mit einer gemeinsamen Strategie in die Zukunft.

„Natürlich werden wir als Versorger ab 2010 auch deutlich stärker mit der Abgabe für die Erneuerbaren Energien belastet,“ erklärt Siegfried Murken, der Geschäftsführer der Stadtwerke Osterholz-Scharmbeck GmbH. „Diese Mehrkosten wollen und werden wir im Interesse unserer Kunden unternehmensintern kompensieren.“ Christian Meyer-Hammerström, als Geschäftsführer der Ritterhuder und Lilienthaler Gemeindewerke ergänzt: „Dies wird uns durch die geplante Fusion erleichtert. Zusätzlich sehen wir uns als örtlicher Energieversorger zur Förderung von erneuerbaren Energien nachhaltig verpflichtet.“

Grund für die höheren Belastungen der Energieversorger sind die Mehrkosten durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Mit dem EEG sollen Technologien zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Quellen gefördert und damit die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern wie Erdöl, Erdgas oder Kohle und Kernkraft verringert werden. Ab kommendem Jahr tritt eine Erneuerbare-Energien-Umlage in Kraft. Demnach müssen Stromkunden zwei Cent pro Kilowattstunde für jede verbrauchte Kilowattstunde zur Förderung des Ausbaus der erneuerbaren Energien zahlen. Im Vergleich mit 2009 entspricht das einer Erhöhung um rund 75 Prozent.

Nach der Novellierung des EEG im vergangenen Jahr soll der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromversorgung bis 2020 auf einen Anteil von mindestens 30 Prozent steigen. Laut dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft werden bereits im kommenden Jahr die so gewonnenen Strommengen deutlich steigen und die Vergütungszahlungen an die Betreiber von Wind-, Solarstrom- und Biomasseanlagen von rund zehn Milliarden Euro in diesem Jahr auf rund 12,7 Milliarden Euro steigen.


Online-Tipp

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