A plus spart 50 % Strom
Elektro-Innung informierte umfangreich im Kundenzentrum
Osterholz-Scharmbeck (swo). "Schluss mit hohen Stromverbräuchen" dachte sich so mancher Besucher des Info-Nachmittages der Elektro-Innung Osterholz im Kundenzentrum der Stadtwerke Osterholz-Scharmbeck GmbH. Das Thema Strom-Sparen fand großes Interesse. Die beiden Elektromeister Olaf Müller (Osterholz-Scharmbeck) und Hans Jörg Behrens (Worpswede) sowie der Energieberater Klaus Pika von den Stadtwerken gaben vier Stunden lang ausführliche Tipps.
Innungsmitglied Behrens hob bei seinen Beratungen die Bedeutung der Geräteauswahl hervor: "Ein Kühlschrank mit der Energie-Effizienzklasse A plus spart gegenüber einem Gerät in der Klasse B die Hälfte der Energie." Außerdem sollten die örtlichen Bedingungen berücksichtigt werden: "Auch das sparsamste Modell eines Wäschetrockners hat in einem zwei mal zwei Meter großen Raum einfach nicht genügend Zuluft. Das Gerät müsste dort eine Stunde länger laufen." erklärte der Fachmann einem Ratsuchenden Besucher. Der war dankbar für diesen Tipp, der ihm viele Kilowattstunden ersparen wird.
Die Spar-Effekte von Energiesparlampen demonstrierte Olaf Müller eindrucksvoll an zwei Musterlampen, die jeweils an einem Strom-Messgerät angeschlossen waren. "Der Beweis war eindeutig: eine normale Lampe verbraucht das Fünffache der Energie." Außerdem präsentierte er die neuen Formen, die sich kaum noch von einer normalen Lampe unterscheiden. Die höheren Anschaffungskosten rechnen sich auch durch die längere Lebensdauer. Eine herkömmliche Lampe leuchtet im Durchschnitt 1.000 Stunden, eine Energiesparlampe dagegen 6.000 Stunden.
Für den Energieberater der Stadtwerke brachte der Nachmittag viele neue Anfragen nach Energie-Messgeräten. Bei einigen Kunden stieg der Stromverbrauch auf 6.000 bis 8.000 Kilowattstunden. Mögliche Ursache: viel EDV-Technik. Farblaser-Drucker und Scanner können Leerlaufverluste bis zu 150 Euro im Jahr verursachen. Klaus Pika vereinbarte zahlreiche Beratungstermine direkt bei den Kunden. "So kann ich gleich viel individueller beraten." Als weiterer kostenloser Service wurden auch gerne die Bestenlisten mit den sparsamsten Geräten mitgenommen.
Zu den Gästen zählte auch Berufschullehrer Herbert Laws mit den Auszubildenden des zweiten Lehrjahrs. Auch bei den Nachwuchs-Elektrikern hat das Thema Energie-Sparen eine hohe Bedeutung. Sie erhielten eine entsprechende Aufgabe.
Selbst Innungsobermeister Jürgen Blome, der eigentlich nur als Beobachter kam, kümmerte sich mit um die zahlreichen Anfragen. "Das war ein sehr guter Start für unsere neue Kampagne. Die Kunden haben ein sehr großes Interesse an solchen Themen." Die Ausstellung ist noch bis Freitag, 18. Februar, im Kundenzentrum (Am Pumpelberg 4) zu besichtigen. Interessenten für den kostenlosen Verleih der Messgeräte können sich direkt an den Energieberater der Stadtwerke (Tel. 04791 / 809 47) wenden. Es werden weitere Info-Veranstaltungen der Elektro-Innung folgen. Nächstes Thema: Fotovoltaik - erneut im Kundenzentrum der Stadtwerke.
